Linktypen zum Linkziel mit rel-Element

HTML bietet die Möglichkeit an, bei Hyperlinks die Art der Beziehung zum Linkziel anzugeben. Das funktioniert genauso wie bei logischer Verlinkung im Kopfbereich des Dokuments. Ebenso wie dort, wird die Beziehung über das rel-Attribut hergestellt. Die Linktypen sind jedoch nicht ganz deckungsgleich.

Beispiel

Zum Beispiel ein Formular und dazu ein Link zu einer Seite mit <a rel="help" href="/?pagename=help">Hilfe</a>.

Erläuterung

Mit dem Attribut rel können Sie im a-Element, genauso wie im link-Element, den Typ der Verlinkung bestimmen (rel = relationship = Verwandtschaft).

Das Set möglicher Linktypen weicht beim a-Element, gegenüber dem vom link-Element leicht ab. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Linktypen gleich sind und welche unterschiedlich.

rel-Angabe link-Element a-Element
rel="alternate" ja ja
rel="archives" ja ja
rel="author" ja ja
rel="bookmark" nein ja
rel="external" nein ja
rel="first" ja ja
rel="help" ja ja
rel="icon" ja nein
rel="index" ja ja
rel="last" ja ja
rel="license" ja ja
rel="next" ja ja
rel="nofollow" nein ja
rel="noreferrer" nein ja
rel="pingback" ja nein
rel="prefetch" ja nein
rel="prev" ja ja
rel="search" ja ja
rel="stylesheet" ja nein
rel="sidebar" ja ja
rel="tag" ja ja
rel="up" ja ja

Linktypen für Hyperlinks

Die Linktypen, die im Zusammenhang mit dem link-Element im Dokument-Kopfbereich erlaubt sind, sind im Artikel über logische Verlinkung (siehe   Logische Verlinkung im HTML-Kopfbereich) beschrieben. An dieser Stelle werden deshalb nur die Linktypen beschrieben, die ausschließlich im a-Element vorkommen dürfen.

<a rel="bookmark">...</a>
Mit dieser Angabe definieren Sie, dass der Link zum Anfang des nächsthöheren Abschnitts, Kapitels oder Bereichs führt, zu dem der aktuelle Inhalt gehört (bookmark = Lesezeichen). Gedacht ist diese Auszeichnung etwas schwammig zur Rückverlinkung in umfangreicheren, zum Beispiel wissenschaftlichen oder technischen Dokumenten. Die Angabe "bookmark" hat jedoch auch die Bedeutung, sogenannte Permalinks auszu- zeichnen, und dafür wird sie in der Praxis durchaus auch verwendet.

Beispiel

<a rel="bookmark" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Darko_Pipic&oldid=4115167">Älteste Version des
Artikels</a>.

Durch die Kennzeichnung als bookmark-Link lässt sich in einem solchen Fall die Tatsa- che markieren, dass der Link auf eine bestimmte Version eines Artikels führt.

<a rel="external">...</a>
Diese Angabe erlaubt es, Hyperlinks mit der Bedeutung "dies ist ein Link zu einem anderen Web-Angebot" auszuzeichnen. In Verbindung mit sogenannten Attribut- Selektoren in CSS ist es möglich, solche Links optisch zu kennzeichnen, beispielsweise durch ein spezielles Icon oder durch andere Farben oder Formatierung.

Wenn Sie beispielsweise in einem zentralen Stylesheet-Bereich oder einem externen Stylesheet so etwas definieren wie:

a [rel=extern] {
color:red;
}

Dann wird ein Link wie

<a href="http://www.example.com"rel="extern">Link</a>

rot dargestellt.

<a rel="nofollow">...</a>
Mit dieser Angabe weisen Sie Suchmaschinen-Robots an, dem so ausgezeichneten Link nicht zu folgen. Gedacht ist diese Angabe für Umgebungen, in denen Anwender selber Inhalte beitragen und dabei auch anklickbare Hyperlinks erzeugen können. Da es in solchen Fällen immer wieder zu eigentlich unerwünschten Werbe- und Spam-Links kommt, wird die Attraktivität solcher Links zumindest reduziert, wenn Suchmaschinen-Robots ihnen nicht folgen. Da Google und andere Suchmaschinen diese Angabe tat- sächlich beachten, ist sie in der Praxis wirksam.

Eher traurige Berühmtheit erlangte diese Angabe dadurch, dass sich 2007 auch die Wikipedia entschloss, sämtliche externen Links mit dieser Angabe zu versehen und damit Autoren zu unterstellen, sie würden innerhalb von Wikipedia-Artikeln vornehmlich Links zu eigenen Inhalten und damit aus eigennützigen Interessen setzen.

<a rel="noreferrer">...</a>
Diese Angabe weist den Browser des Anwenders an, beim Anklicken des Links keine Referrer-Adresse zu übermitteln. Das bedeutet: der Webserver der Zieladresse soll keine Information darüber erhalten, woher der Anwender kommt.
Zum Redaktionszeitpunkt ist dies in keinem Browser implementiert.